Kurzbiographie:
Mario Bertoncini. 1932 in Rom geboren, Komponist, Pianist, musikalischer
Konstruktivist, von 1974-2004 in Berlin gelebt und gearbeitet, seit
2004 in Cetona, Italien.
Etwas länger:
Mario Bertoncini. 1932 in Rom geboren, Komponist, Pianist, musikalischer
Konstruktivist; musikalische Studien in Rom (Komposition bei Goffredo
Petrassi, Klavier bei Rodolfo Caporali) und in Utrecht (elektro-akustische
Musik bei Gottfried Michael Koenig); Tätigkeit als Konzertpianist
(u.a. unter Bruno Maderna) und Dirigent; ab 1962 Experimente mit präparierten
Instrumenten (QUODLIBET,
CIFRE, TUNE, SCRATCH-A-MATIC);
1962 1. Kompositionspreis Nicola d’Atri der Accademia di S.
Cecilia für SEI PEZZI per ORCHESTRA; 1965 1. internationaler
Preis der Fondation europeènne de la Culture für
QUODLIBET; von 1965 bis 1972 Mitglied der Improvisations-Gruppe ›Nuova
Consonanza‹; 1970-1972 Präsident der römischen Gesellschaft
für Neue Musik ›Nuova Consonanza‹; ab 1968 Musiktheater:
theoretische und praktische Arbeit über ein funktionelles Zusammenwirken
von Ton und Gestik (›Note per un teatro della realtà‹),
SPAZIO-TEMPO
Venedig, Biennale 1970; von 1968-1973 Professur am Rossini-Institut
in Pesaro; seit Beginn der 70er Jahre: selbstentworfene und -gebaute
Klangobjekte, die häufig auf dem Prinzip der Äolsharfe beruhen;
1975-76 ›Musical Design Course‹ an der McGill University
Montreal (Gründung der Gruppe MUD, die später unter dem Namen
SONDE bekannt wurde); 1974 Einladung nach Berlin (Künstlerstipendium
des DAAD); von 1980-1997 Professor an der Hochschule der Künste,
Berlin; 1986 Gründung der Gruppe VIE mit der Tänzerin Martina
Schaak und Roberto Capanna; im gleichen Jahr Patent für ein System
der Übertragung tänzerischer Gesten in Ton (das ›Choreophon‹)
; später (1992-93): Entwicklung einer Vorrichtung für tiefe
Streichintrumente (›Stabdämpfer‹), die u.a. in der
Berliner Uraufführung von ELEMENTI
DI FORMA 2000 zum Einsatz kam. Neben der eigenen kompositorischen
Arbeit verschiedene Auftritte als Konzertpianist und Interpret von Scarlatti
über Schönberg und Stravinsky zu Scelsi, Feldman, Cage und
Terry Riley und eigenen Bearbeitungen von Werken anderer Komponisten
(Earle Brown 4 SYSTEMS; Cage CARTRIDGE MUSIC). 2004 Umzug von Berlin
nach Cetona, Italien.
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